Unsere Marathonis in Berlin 2016
K. Bekele hat den Weltrekord um eben mal 6 sek verpasst. Ein paar Schritte bei einer Distanz von über 42km ! Na und, möchte man einwerfen – es war ein Genuß, ihn laufen zu sehen. Und es war ein Lauf mit Dramatik und einem tollen Duell auf den letzten Kilometern. Rekorde sind schließlich nicht alles. Unsere Marathonis konnten in Berlin ein Lied davon singen. Zunächst Jens Röskens : „Ich habe ich meine Bestzeit (2:46:30h) mit 3:33 min deutlich verfehlt. Tags zuvor hatte ich bereits mit leichten Magenproblemen zu kämpfen. Nichts schlimmes, aber doch störend. Ich wollte es in Berlin aber trotzdem probieren. Bis Km 27 lief es dann auch ganz gut. Aber ich habe vom ersten Kilometer an gemerkt, dass es nicht einfach wird. Ich musste mir jeden Meter hart erkämpfen und kam einfach nicht ins Rennen. Es lief einfach nicht. Ab Km 27/28 machte sich der Magen dann auch zunehmend bemerkbar und die rechte Wade hat zugemacht. Bis dahin lag ich auf Kurs für 2:45:00/30. Die Pace konnte ich dann nicht mehr halten und ich habe mich ins Ziel gekämpft. Ich war dann froh, dass ich noch eine 2:50h ins Ziel retten konnte.
Ein Marathon ist ein Marathon ist ein Marathon. Und heute war leider nicht mein Marathon.“
Doris Maquardt, die eigentlich mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hatte, „wagte“ sich dennoch an den Start. Doris : „Dafür, dass ich vor zwei Wochen noch nicht einmal einen 10km-Lauf wagen konnte, hat gestern alles ganz gut gehalten. Wahrscheinlich bin ich selten so relaxed einen Marathon gelaufen. Zwar in der schlechtesten Zeit, die ich bei einem Stadtmarathon je gelaufen bin.
Das Drumherum war schon ziemlich chaotisch. Zunächst war mein Koffer aus Brüssel nicht angekommen (Der kam dann mit Tagesverspätung nach). So durfte ich u.a. mit einer neuen ungewohnten Uhr laufen. Und dann hatte ich es im Startbereich schlecht angetroffen: in meinem Sektor konnte man sich kaum richtig einlaufen , die Möglichkeiten zur WC-Nutzung waren eingeschränkt. Unter diesen Umständen  konnte ich gar nicht anders, als die ersten 2km im 5er Schnitt anzulaufen …
So bin ich „ganz entspannt“ weitergelaufen, wusste ich doch, dass unter diesen Umständen eh keine ordentliche Zeit drin war. Das war schon schade, da ich konditionstechnisch gut drauf war. Bei km 39 wollte ich dann doch noch  zulegen. Als ich aber merkte ich, dass ich “ schief „wurde – ich hatte das Gefühl, dass sich die Bandscheiben einseitig zusammenziehen – bin ich ruhig zu Ende gelaufen. Was diesmal irgendwie gar nicht klappte, war, Zeit  beim beschleunigten Bergablaufen herauszuholen.. Gewöhnlich spare ich gerade da viel Energie.
Von Berlin wird es wohl endlich mal nette Fotos von mir geben, denn ich habe viele Kinderhände und 2 Rollifahrer glücklich gemacht. Meine Endzeit von 3:11,09 kann mich natürlich nicht glücklich machen“
 
Bleibt noch zu erwähnen, dass Freund Roger Königs , Doris Berater während ihrer brüsseler Zeit, nach 2:30,04 ins Ziel kam. Roger  hatte über einen Großteil der Strecke für die beste Deutsche, Katharina Heinig, die Pace gemacht.
 
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Jens in Berlin 2016